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Christian, 23 aus Wien arbeitet seit einem Jahr als Service- und Systemtechniker.
Warum Kolleginnen Mangelware sind, könnt ihr im Interview nachlesen. Hier schon ein kleiner Vorgeschmack: 
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Techniker haben eher den Ruf vor dem PC rumzuhängen und vom Rest der Welt abgekapselte Stubenhocker zu sein. Stimmt dieses Vorurteil?
Nein, nicht wirklich, denn ein Techniker muss gut mit Leuten umgehen können, vielleicht sogar mehr als in anderen Berufen. Nur einen Teil der Probleme, die an mich herangetragen werden, kann ich vom PC aus erledigen. Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, den Leuten persönlich etwas zu erklären oder bei Schwierigkeiten zu helfen. Dann bin ich nicht viel im Büro.
Was machst du in deinem Beruf als Service- und Systemtechniker?
Service heißt, ich nehme den Menschen die technische Arbeit am Computer ab, also Wartungsarbeiten, wie z.B. eine Grafikkarte umzubauen, oder unter Windows die richtige Auflösung einzustellen. System bedeutet nichts anderes als PC, ein PC ist nichts anderes als ein System aus verschiedenen Computerkomponenten.
Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?
Seit frühester Kindheit habe ich mich schon für Technik interessiert und mit Computern zu tun gehabt. Zu Beginn habe ich auf Videokonsolen herumgespielt, dann habe ich den Videorecorder zerlegt und repariert. So hat sich das entwickelt.
Was hast du für eine Ausbildung gemacht?
Ich habe die HTL für Steuer- und Regelungstechnik abgeschlossen, das war aber gar nicht so einfach, denn die erste HTL besuchte ich drei Jahr erfolglos, dann wechselte ich die Schule und maturierte voriges Jahr. Den Großteil meines PC-Wissens habe ich mir aber selbst angeeignet, durch „learning by doing“. Ich habe nämlich neben der Schule schon vier Jahr in einem Kleinbetrieb mitgearbeitet und dort auch meine Ferialpraxis gemacht.
Wie konntest du dich motivieren, solange in der Schule durchzuhalten? Kam da Druck von den Eltern?
Nein, meine Eltern haben mich nie zu irgendetwas gezwungen. Durchhalten ist ein Lebensmotto von mir und ich glaube, dass es immer weniger Lehrstellen gibt, dass man einen Abschluss an einer berufsbildenden Schule braucht, um einen interessanten Arbeitsplatz zu finden. Auch der Verdienst als Geselle ist niedriger als der eines HTL-Absolventen. Ich habe mir das genau überlegt und dann war das Durchhalten leichter.
Hast du auch Kolleginnen?
Derzeit sind wir nur Männer, die einzige Kollegin ist gerade in Karenz. Techniker ist kein typischer Frauenberuf und deshalb scheuen sich viele Frauen den Beruf auszuüben (mehr in der Hörprobe am Anfang des Artikels). Die meisten Frauen kommen über den zweiten Bildungsweg zu uns.
Was reizt dich an diesem Beruf? Wie würdest du jemanden den Beruf des Technikers „schmackhaft“ machen?
