Fast-Verweigerung.
Die Könige der Festival-Electronic (wieder einmal) mit einem nicht so ganz einfachen Album.
Diese Mega-Acts … . Bekommen pro Konzert einen Batzen Geld, von dem Normalsterbliche höchstens träumen können. Im Gegenzug veröffentlichen sie dafür immer öfter Alben an denen der Normalsterbliche dann ordentlich zu knabbern hat. So geschehen bei Metallica und den Beastie Boys. Und jetzt auch bei den Chemical Brothers. Wobei man das von den zwei Typen aus Manchester eigentlich schon gewöhnt ist, dass sie halt machen was sie wollen. Dafür gab es von Kritikerseite aber auch ordentlich Schelte im letzten Jahrzehnt. Jetzt also „Further“. Einleitend ein überhaupt nicht rockendes „Snow“. Danach der zwölfminütige Wahnsinn „Escape Velocity“. „Anohter World“ ist im Anschluss die nicht zwingende Variante von „Star Guitar“ oder so ähnlich. Mit „Dissolve“ wird es rockig wie zu Zeiten von „Let Forever Be“, nur Noel Gallagher fehlt. Aber dann endlich ein (Techno-)Club-Kracher inklusive Pferdewiehern: „Horse Power“. Dann schaut es noch ein paar Mal kurz nach weiteren „Club-Krachern“ aus, aber es kommt keiner mehr. So dehnen sich acht Tracks auf eine Stunde aus.
Fazit: Eventuell geht das Konzept inkl. Kurzfilmen noch auf. Ansonsten ist zu befürchten, dass man sich auch bei diesem Album – bei allem Respekt vor der Genialität dieses Duos – auf Dauer wieder die Rosinen rauspicken wird dürfen.
Erscheinungsdatum 11. Juni 2010